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Vorbericht Greinbach |
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Beim 7. Lauf zur österreichischen Rallycross-Staatsmeisterschaft am 4./5.9.2010 in Greinbach greift Ronnie Ley heuer erstmals ins Geschehen ein. „Gut Ding braucht Weile“ dachte sich der im Team Stoitzner-Motorsport fahrende Skoda-Pilot, und unterzog seiner Felica einer besonders gründlichen Revision. In enger Zusammenarbeit mit dem „RX-Pensionisten“ Jürgen Stoitzner wurde dem Tschechen-Bomber eine neue Vorderachse eingebaut, wie sie auch bei den Skoda-Kit-Cars Verwendung gefunden hat. Besonderes Augenmerk legte man aber auf die Elektronik und ein optimales Motor-Setup. Nach einer Testfahrt am vergangenen Wochenende durch Jürgen himself übergibt dieser an Ronnie das Fahrzeug mit den Worten: „I glaub des passt jetzt!“ Na gut, wenn das ein Stoitzner sagt, wird’s wohl stimmen. Auf seine Ziele angesprochen, berichtet mir Ronnie: „Ich war heuer noch nie im Einsatz, und werde mich daher erst wieder an das Renn-Feeling gewöhnen müssen. Auf jeden Fall werde ich jetzt die letzten 3 Rennen in Österreich (Greinbach, Melk und Fuglau) bestreiten und versuchen, eine ordentliche Performance abzuliefern“. Wer Ronnie im letzten Jahr gesehen hat wird mir beipflichten, dass wir in den letzten Rennen dieser Saison noch einiges vom jungen Skoda-Piloten erwarten dürfen. Auf wenn ich nicht selbst dabei bin, werde ich euch von diesem Rennen in Greinbach selbstverständlich auf dieser Homepage, nach Befragung von Ronnie und Jürgen, berichten. Abschließend noch ein paar Sätze zum Stoitzner-Audi-Ausstieg (weil dies auf unserer Homepage bisher noch nicht geschehen ist): Jürgen hatte schon zum Saisonende 2009 durchklingen lassen, dass es jetzt an der Zeit wäre den Audi zu verkaufen, da in der Division 1, trotz größtem fahrerischen Einsatz, damit kein Blumentopf mehr zu gewinnen wäre. Gesagt, getan: Der Audi wurde ins Internet gestellt und zum Verkauf angeboten. Im Frühjahr dieses Jahres hieß es dann Abschied nehmen vom treuen Gefährten. Motor und Getriebe sowie die Karrosserie gingen getrennt in die Steiermark, und finden dort in der Bergrallye-Szene ein neues Betätigungsfeld. Nur mehr einige Audi-Poster weisen jetzt in der Stoitzner-Garage auf 6 Jahre (2004-2009) erfolgreichen Rallycross-Sport hin. Damit die Entzugserscheinungen nicht allzu groß werden, besuchte Jürgen heuer die EM-Läufe in Schweden (gut, den hat er von Silvia geschenkt bekommen. Das ist halt der Vorteil, wenn Weihnachten und Geburtstag an einen Tag fallen) sowie Ungarn, und wird bei den letzten Rennen dieser Saison Ronnie unterstützend zur Seite stehen. Ansonsten wird er, wie ich ihn kenne, wohl weiterhin in der RX-Szene die Augen und Ohren offen halten, weil irgendwie juckt’s ihn ja doch noch. Und wer weiß: Vielleicht ergibt sich irgendwann ja doch noch die Möglichkeit eines Comebacks – lassen wir uns überraschen. Bis zum nächsten Mal und sorry, dass wir uns so lange nicht gerührt haben Arnold |
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Bericht
- Fuglau | 26./27. September 2009 |
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Mit tollen Drift- und Zweiradeinlagen begeistert „the united Bärnkopfer rallycross-company“ mit Jürgen und Ronnie himself beim heimischen Saisonabschluss in Fuglau das Publikum und den Verfasser dieser Zeilen gleichermaßen. Nach sechs Monaten steht bei mir endlich wieder ein Rallycrossbesuch an – den heimischen Saisonabschluss kann ich mir beim besten Willen nicht entgehen lassen. Den Samstag verbringe ich zwar noch auf der Baustelle bzw. hat mich der Pfarrgemeinderat zum Fotografieren beim nachmittäglichen Bischofbesuch eingeteilt (ab einem gewissen Alter kann ein guter Draht nach oben ja nie schaden), aber Sonntag gab es dann nur eins: Auf nach Fuglau! Im Fahrerlager angekommen, führt mich mein erster Weg sofort zum Stoitzner-Zelt. Dort stehen sie schön aufgereiht, der Audi, die Felicia und der Peugeot des St.Georgeners Helmut „Heli“ Wiesmüller, der sich in nachbarschaftlicher Freundschaft auch zu unseren Burschen gesellt. So, jetzt sollte ich mich einmal nach den Ereignissen am Samstag erkundigen. Jürgen berichtet mir von einer drittbesten Gesamtzeit im 1. Vorlauf und auch davon, dass er sich von Roman Castoral einen Satz neuer Reifen gekauft hat, denn die alten Lutscher waren schon beim letzten Rennen in Sedlcany das schei…gehen nicht mehr wert (ja, genau so hat es Jürgen gesagt). Ronnie hat im 1. Vorlauf einen etwas gröberen Blechkontakt mit einem BMW und verbringt den Samstagabend mit dem ausdengeln seines Skoda. Für mehr Details fehlt mir die Zeit, da schon die 2. Vorläufe beginnen. Schnell noch das Jackerl für die Fotografen besorgt und ab auf die Piste hieß jetzt die Devise. Jürgen bezieht jetzt Aufstellung für den 2. Vorlauf. Die Motoren werden hochgedreht, was immer mit einem gewaltigen Getöse verbunden ist, und die Augen auf die Startampel gerichtet. In dem Augenblick, als die Ampel den Start freigibt reißt Jürgen die Hand aus dem Fenster und signalisiert damit ein Startproblem. Während sich seine Konkurrenten bereits auf den Weg machen, steht der Audi wie ein Bock. Die rote Flagge kommt raus, und das Rennen wird abgebrochen. Viel kann nicht sein, denke ich mir, weil Jürgen im Auto sitzen bleibt und auf die zurückkehrende Meute wartet. Wie Jürgen später im Fahrerlager den Fans mitteilt, hat eine neue Einstellung bei der Startautomatik das Absterben des Motors bewirkt (Jürgen: „Man lernt halt nie aus“). Also das Ganze noch einmal von vorne. Jürgen erwischt ein guten Start, aber auch seine Gegner schlafen nicht. Schon nach wenigen Metern reitet der Tscheche Vyborny (Mitsubishi) eine etwas rüde Attacke, touchiert den Audi und beschert diesem eine kaputte Spurstange. Völlig schief hängt das linke hintere Rad jetzt im Radkasten. Jürgen schafft gerade noch die Ostkurve und wartet dann im Infield auf das Ende dieses Vorlaufes. Also den Fotorucksack umgehängt und ab ins Fahrerlager. Dort liegt schon die halbe Stoitzner-Crew, einschließlich dem Bruder von Heli Wiesmüller, unter dem Audi und baut die defekte Spurstange aus. Frage: hast Ersatz dabei? Jürgen: eh klar! Frage: Bist sauer? Jürgen: ja! Oje, denke ich mir, der ist jetzt ein bisserl grantig. Dritter Vorlauf und ein grantiger Stoitzner, das kann jetzt nur eines heißen: Messer zwischen die Zähne genommen, die Gurte noch straffer angezogen und Blei im rechten Fuß. Ich begebe mich jetzt in den Bereich der Schikane und warte auf Jürgen’s 3. Vorlauf. Er ist jetzt mit der etwas schwächeren Fraktion am Start, und eigentlich sollte nur Edy Schuster im Ford Focus ein ernsthafter Gegner sein. Jürgen lässt nichts anbrennen und geht sofort in Führung. Vom Druck eines direkten Konkurrenten befreit, lässt er jetzt den Audi gewaltig fliegen. 1. Runde; völlig quer durch die Linkskurve nach der Schikane. 2. Runde: Über die Reifen im Innenbereich der selben Kurve - der Audi balanciert kurz auf zwei Rädern, Jürgen geht in keinster Weise vom Gas (ich hab da schon geglaubt jetzt kippt er). Letzte Linkskurve vor Start-Ziel: Wieder völlig quer und gaaaanz weit draußen. Ein Staubwolke hinter sich herziehend segelt Jürgen jetzt durch die Start-Ziel-Kurve. Der Mann ist völlig entfesselt. Auch wenn durch die extremen Quertreibereien die Zeit vielleicht etwas gelitten haben mag, uns Fans hat’s gefallen. Noch zwei Vorläufe später höre ich wie sich zwei Besucher unterhalten: „Host zerscht in Stoitzner g’sehn?“ Die Vorläufe sind jetzt vorbei. Jürgen qualifiziert sich direkt für das A-Finale und steht dort auf dem 5. Startplatz, also in der letzten Reihe. Neben ihm der Aufsteiger aus dem B-Finale, Rene Derfler im Mitsubishi Lancer. Vor ihm Loisl Höller und Zoltan Harsanyi und ganze vorne Marek Zeman und Peter Ramler. Die Führung im entscheidenden Finallauf übernimmt sofort Zeman. Dahinter reihen sich Ramler, Höller und Harsanyi ein. Jürgen verliert den Start gegen Derfler und ist kurzfristig Letzter. Doch schon in der folgenden Ostkurve kommt Derfler viel zu weit nach außen und Jürgen kann innen vorbeigehen. So aufgereiht geht es zwei Runden über den Nordring. Dann wird plötzlich Peter Ramler wegen einer defekten Servolenkung immer langsamer, muss zuerst Höller und Harsanyi passieren lassen, und sich dann gegen Jürgen und Derfler zur Wehr setzen. Während die Spitze enteilt, liefern sich die Drei jetzt einen beinharten Kampf. Jürgen klopft bei Ramler an, Derfler klopft bei Jürgen an, alles ist offen, nix ist fix. Im 4. Umlauf setzt Derfler alles auf eine Karte, und versucht in der Linkskurve nach der Schikane, innen schon völlig auf der Wiese fahrend, Jürgen und Ramler gleich in einem Aufwaschen zu überholen. Während Jürgen eine Kollision gerade noch vermeiden kann, geraten sich Derfler und Ramler in die Wolle. Jürgen nutzt das kurzfristige Gerangel seiner beiden Kontrahenten aus, geht innen vorbei und fährt in der Folge einen sicheren 4. Platz nach Hause. Derfler kann nicht mehr ernsthaft aufschließen, und Ramler beendet nach diesem Zweikampf mit einem beschädigten Hinterrad das A-Finale auf dem letzten Platz. Der Sieger des Rennes heißt Marek Zeman. Platz zwei belegt Alois Höller, der damit wertvolle Punkte auf Peter Ramler in der Staatsmeisterschaftswertung gut macht, vor dem Ungarn Harsanyi. Also Jürgen von der Auslaufrunde zurückkommt bleibt er kurz bei mir stehen, reißt die Fahrertür auf und fragt mich: „Wiavüta bin i jetzt überhaupt wor’n?“ Vierter Jürgen, Vierter!! Wie schon zweimal zuvor in dieser Saison (Fuglau im April und Greinbach), und in Sedlcany ging sich sogar ein 3. Platz aus. Viermal angetreten, und immer vorne mit dabei. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Mit dem technisch und leistungsmäßig klar unterlegenen Audi so am Spitz mitzufahren bedarf wahrlich einer fahrerischen Sonderleistung, und die hat Jürgen allemal erbracht. So jetzt aber zur Division 4 und Ronnie Ley sowie ein paar Anmerkungen zu Heli Wiesmüller: Ich sehe Ronnie im 2. Vorlauf unter anderem mit Sven Förster am Start stehen. Unser Skoda-Pilot geht auch gleich in Führung (durch die relativ wenigen PS dürften sich die Räder des Skoda am Start weniger durchdrehen – sag ich mal so als Laie) und kann diese auch längere Zeit halt. Dann geht dem Skoda aber irgendwie die Luft aus. Auf der langen Gerade vor der Schikane spielt Förster seine PS-Überlegenheit aus und überholt Ronnie. 3. Vorlauf – Standortwechsel in den Bereich der Schikane. Ähnlich wie Jürgen lässt es auch Ronnie dort gewaltig fliegen. Quer und manchmal auf 2 Rädern, alle Spielarten die diesen Sport so interessant machen, sind bei Ronnie vertreten. Dieser Einsatz wird auch mit dem 2. Startplatz im B-Finale belohnt. Dort trifft er auf Peter Freinberger im mindestens doppelt so starken Ford Escort. Ronnie gewinnt erneut den Start und wehrt sich in der Folge tapfer gegen Freinberger. Irgendwann gelingt es dem Ford-Piloten dann doch an Ronnie vorbeizugehen. Obwohl unser Skoda-Drifter in der Folge ständig am Heck des Escort hängt, gelingt es Freinberger den Vorsprung ins Ziel zu retten. Ronald wird zweiter in diesem B-Finale und belegt damit den 8. Gesamtrang in der mit 25 Teilnehmern zahlenmäßig am stärksten besetzten Division 4. In der Klasse bis 1600 ccm ergibt das sogar den 2. Platz hinter einem überragenden fahrenden Jan Skala im Peugeot 205. Ebenfalls in der Division 4 ist erstmals in Fuglau der stets gut aufgelegte St.Georgener Heli Wiesmüller auf einem Peugeot 205 am Start. Heli ist schon früher einmal Autocross gefahren und war heuer als Beifahrer von Robert Klaus bei der Jänner- und Mühlviertelrallye im Einsatz. Sein Vater, Kurtl „Gigi“ Wiesmüller, Konditoreiinhaber in Ruhe, war schon Anfang der 80-iger Jahre des vorigen Jahrhunderts (ja Gigi, so alt sind wir schon) als Beifahrer von Fritz Schaurhofer im Fiat 127 unterwegs – zu einer Zielankunft hat es glaube ich aber nie gereicht. Sein Sohn machte es da schon besser. Als völliger Streckenneuling qualifiziert er sich für den 1. Startplatz im D-Finale. Dieses hätte er wahrscheinlich auch gewonnen, wenn ihm nicht in der Schikane der Gang herausgesprungen wäre, was der Peugeot mit einem wilden Schlenker quittierte. Mit Platz 19 im Gesamtklassement kann der Neueinsteiger aber durchaus zufrieden sein. Den 18. Gesamtrang in der Division 4 belegt übrigens ebenfalls ein Neueinsteiger. Der blutjunge Dorfstettner Mario Leonhardsberger (er ist erst seit 3 Wochen Führerscheinbesitzer) vom Rallycrossteam Jürgen Weiß mietete sich einen Nissan Sunny GTI (Exfahrzeug oder auch nicht von Michael Albert) an und überzeugte mit einer tollen Performance. Dass er sich mit Michael Stoklassa anlegte brachte ihm zwar ein paar Schelte ein, aber sonst lief alles prächtig – wie mir Jürgen Weiß nach dem Rennen selbst bestätigte. Apropos Stoklassa: Der produzierte im C-Finale gleich nach dem Start einen wilden Überschlag (zu sehen auf www.rallycross.hu), den Stoki gut der BMW aber sehr schlecht überstanden hat. Und apropos blutjung: Der Tscheche Josef Susta belegte auf einer Skoda Felicia in der Division 4 den 13. Gesamtrang. Bei der Siegerehrung wurde uns dann der Tscheche als 16-jähriger vorgestellt. Also wenn der schon 16 ist, fresse ich einen Besen. Seht euch auf www.picasaweb.google.de/Arnoldfotos meine Fotos von der Siegehrung an (mit Ronnie und Skala im Bild), das Bürscherl ganz rechts soll schon sechzehn sein? Nie und nimmer. Aber egal, da wächst anscheinend an ganz großes Talent heran. So, ich bin jetzt endlich fertig! Wie es mit Jürgen und Ronnie
jetzt weiter geht, werden die beiden wohl in den langen Winternächten
entschieden. Wenn es etwas neues gibt, werden wir dies auf unserer Homepage
vermelden. Euer Arnold |
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Bericht
- Sedlcany | 1./2. August 2009 |
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Jürgen erreicht mit Rang 3 heuer erstmals einen Stockerlplatz in der Division 1 und Ronnie wird trotz eines Beinahe-Überschlages ausgezeichneter 10. in der Division 4 Vor 3 Wochen das Rennen, und erst jetzt ein Bericht – ARNOLD DU FAULER SACK! Zu meiner Entschuldigung muss ich anführen, dass ich die letzten Wochen ziemlich im Baustress war, mein Urlaub dafür komplett drauf ging, und mir dabei manchmal das „Wasser beim Arsch“ zusammen geronnen ist, wenn es wieder geheißen hat: bring mir dies und bring mir das, mach mir eine Misch, warum hab ich noch keinen Strom, Starkstrom brauch ich aber auch, und jetzt noch zwei 5/8 Staffel, nein nicht jetzt, schneid mir vorher noch einen Ziegel zu – genau 20 cm von der Mandlseite, 20 cm habe ich gesagt nicht 19, wasch mir die Alulatte, gerade dass sie nicht gesagt haben hol mir die Gewichte für die Wasserwaage (so deppert bin ich aber wieder auch nicht). Und wenn denen (Maurer, Schaler, Zimmerer) gar nichts mehr eingefallen ist, und ich mich endlich kurz zur Seite setzen wollte, haben sie mich um ein Bier geschickt. „Ihr könnt mich alle – mich zahlt ja keiner“ war nicht selten einer meiner bösen Gedanken. Entschuldigung angenommen? So, jetzt aber zum Geschehen in Sedlcany: Nach zwei 4. Plätzen in Fuglau und Greinbach war dies Jürgen’s erst 3. Auftritt in der heurigen Saison. Slomczyn in Polen und Mariapocs in Ungarn wurden ausgelassen (viel zu weit weg) und beim Juli-Rennen ebenfalls in Sedlcany fehlte ganz einfach die Zeit. Beim samstägigen freien Training überrascht Jürgen mit einer 3. Gesamtzeit hinter Ramler und Höller. Im offiziellen Zeittraining zünden die übrigen Konkurrenten aber ihre Raketen und unser Audi-Pilot muss sich mit einer 6. Zeit begnügen. Was heißt begnügen: Ich finde diese Platzierung ganz toll! Der erste Vorlauf wird ebenfalls noch am Samstag bestritten, wobei Jürgen erneut überrascht, und mit dem technisch doch schon beträchtlich unterlegenen Audi S2, aber einem schweren Gasfuß, den vierten Rang holt. In den am Sonntag stattfindenden 2. und 3. Vorlauf hat Jürgen mit massiven thermischen Problemen zu kämpfen. Wasser- und Öltemperatur befinden sich in astronomischen Höhen, Tempo muss herausgenommen werden um einen kapitalen Motorschaden zu verhindern. Dem nicht genug, radieren sich die Reifen in den schnellen Rechtskurven auf Asphalt völlig ab und gleichen schon bald einer Mondlandschaft bzw. einem Fleckerlteppich. Noch immer nicht genug? Gut, dann können wir auch noch verkünden, dass im 3. Vorlauf (oder war es im B-Finale – ich weiß es nicht mehr genau) der vordere Stabilisator gebrochen ist, was sich natürlich negativ auf das Fahrverhalten auswirkte, und der Bock ziemlich unruhig lag (auch im Video auf www.rallycross-hu zu sehen). Mehr als das B-Finale war damit nach den drei Vorläufen nicht drin. Dieses gewinnt Jürgen aber klar und steigt damit in das A-Finale auf. Er teilt sich dort den letzten Startplatz mit dem tschechischen Rallyestar Pavel Valousek (bekannt auch von der Jänner-Rallye). Beim 1. Startversuch im A-Finale geht gleich einmal der Ungar Harsany auf seinem Mitsubishi in Führung, gefolgt von Marek Zeman (Skoda Fabia), Peter Ramler (Seat), Ottokar Vyborny (Mitsubishi), Pavel Valousek und Jürgen. Mitte des Rennens startet Zeman an Frontalangriff, überholt Harsany viel zu schnell, berührt die Streckenbegrenzung und überschlägt sich. Da Harsany in den auf dem Dach liegenden Skoda kracht, wird das Rennen abgebrochen um die Lumpen einzusammeln. Zeman und Harsany können am Re-Start nicht mehr teilnehmen. Als auch noch Vyborny irgendwas verschustert und zu spät zum Start kommt, gehen nur mehr Ramler, Valousek und Jürgen in das alles entscheidende Rennen. Ramler übernimmt sofort und ziemlich klar die Führung. Jürgen erwischt einen ausgezeichneten Start und lässt anfangs Valousek hinter sich. Mit Fortdauer des Rennens muss Jürgen wegen der hohen Flüssigkeitstemperaturen (schon bekannt aus den Vorläufen) jedoch das Tempo herausnehmen, den Tschechen passieren lassen und sich mit Rang drei begnügen. Eine mehr als feine Leistung unseres Audianer so nach dem Motto „wer zuletzt lacht, lacht am besten“. Jürgen hat ja schon zu Beginn der Saison erklärt, dass Stockerplatzierungen wohl nur dann möglich sind, wenn die üblichen Verdächtigen in der Division 1 mit technischen Problemen zu kämpfen haben , oder eben von der Piste purzeln. Leistungsmäßig ist der Audi doch schon klar unterlegen. Jürgen bereitet sich jetzt auf das österreichische Saisonfinale am 26./27.9. in Fuglau vor. Und da ihm dieser Kurs besonders liegt, wird er sicherlich wieder für eine tolle Show sorgen. Also merkt euch diesen Termin vor! Jetzt noch ein paar Zeilen zu unserem Teambaby Ronald „Ronnie“ Ley: Dieser legt erneut eine Talentprobe ab, kämpft sich mehr als tapfer durch die Vorläufe, kommt einmal in ein Startgerangel und legt dabei seinen Skoda beinahe aufs Dach, und kämpft ebenso wie Jürgen mit thermischen Problemen. Das B-Finale und ein toller 10. Gesamtrang in der Division 4 ist der verdiente Lohn für diesen Einsatz. Allerdings muss Ronnie nach dem Beinaheüberschlag die Heimreise mit einer ziemlich ramponierten Felicia (gemeint ist der Skoda) antreten. Bis Fuglau müssten die notwendigen Reparaturen jedoch abgeschlossen sein, wie Ronnie einige Tage nach dem Rennen berichtet. Dort bin dann auch ich wieder anwesend und werde euch mit vielen Fotos und einem Hintergrundbericht versorgen. Bis dahin grüßt euch „Bauhackler“ Arnold |
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Bericht
- Greinbach | 16./17. Mai 2009 |
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…..waren unsere Rallycrosser Jürgen und Ronnie beim 2. Staatsmeisterschaftslauf im steirischen Greinbach und schlugen sich dabei wieder mehr als wacker Nach dem Saisonauftakt in Fuglau übersiedelte der Rallycross-Tross
jetzt also nach Greinbach bei Hartberg in der Steiermark. Die Veranstaltung
zählte nicht nur zur österreichischen Staatsmeisterschaft,
sondern auch zum Und Arnold, du fauler Sack, warum warst du nicht in Greinbach? Nee Jungs, eine 2-Tagesveranstaltung in Greinbach ergibt zumindest eine steirische Nacht, und das ist wirklich nichts mehr für einen, der die Fünfzig schon überschritten hat – eh schon wissen!! So hab ich mich als am Montag nach dem Rennen wieder einmal in die Stoitzner-Garage begeben und mir die G’schichterl der Protagonisten Jürgen und Ronnie angehört. Jürgen berichtet vorerst einmal von einer feucht-fröhlichen Nacht (na da hamas schon) von Freitag auf Samstag, wobei die „Schilfschneider“ ein gewisse Rolle gespielt haben dürften. Er berichtet aber auch von einem wahren Wolkenbruch am Samstag gegen Mittag, der fast das gesamte Fahrerlager unter Wasser setzte. Im freien Training erzielt Jürgen gleich einmal Bestzeit und fühlt sich sichtlich wohl auf der Strecke. Aber schon im offiziellen Zeittraining zeigt sich die Überlegenheit der aktuellen Division-1-Boliden und Jürgen erreicht im 10 Fahrer umfassenden Starterfeld der Division 1 den 5. Platz, wobei er unerlaubterweise die Joker Lap fuhr (Jürgen: „shit, hab die Ausschreibung nicht genau gelesen“). Im ersten und ganz besonders im zweiten Vorlauf lässt Jürgen jedoch so richtig die Sau raus, erzielt, für alle völlig überraschend, einmal die 3. beste und einmal die 2. beste Zeit und ist damit ganz nah dran an der absoluten Spitze. Schon am Sonntag-Nachmittag sehe ich im Internet ein aktuelles youtube-Video (danke Michael Albert für dieses tolle Service) wo Jürgen im 2. Vorlauf voll am Anschlag durch die Start-Ziel-Kurve segelt und einen unendlich langen Drift hinlegt. Im 3. Vorlauf bricht Jürgen bei einem Übergang von Schotter auf Asphalt die hintere Halbachse und er muss diesen Heat als Streichresultat abschreiben. Macht nichts: Die tollen Zeiten im 1. und 2. Vorlauf ergeben für das A-Finale einen Platz in der 2. Startreihe neben Alois Höller (Ford Focus). Ganz vorne stehen Peter Ramler (Seat Leon) und Marek Zeman (Ford Fiesta), die sicherlich über das beste Material und die ps-kräftigsten Fahrzeuge verfügen. Im Finallauf hängt sich Jürgen voll rein,
kommt auch gut vom Start weg, wird aber schon nach wenigen Metern vom
Ungarn Zoltan Harsanyi (Mitsubishi Lancer) zusammen mit Alois Höller
von der Strecke geschoben. Der seitliche Einschlag in den Reifenstapel
hinterlässt zwar einige Spuren am Audi ist aber nicht allzu heftig
und Jürgen kann sich, im Gegensatz zu Höller, der seinen Ford
abstellen muss, auf die Verfolgung der mittlerweile enteilten Konkurrenten
machen. Unser Audianer riskiert in der Folge nicht mehr allzu viel,
fährt zum Gaudium der Fans die spektakulärere statt der schnelleren
Linie, spielt ein bisserl finnische Quertreibereien, und will nur mehr
den 5. Platz nach Hause fahren. Es kommt aber anders als erwartet: Der
lange führende Peter Ramler rollt plötzlich in der vorletzten
Runde wegen eines Querlenkerbruches aus, womit sich Jürgen, so
wie schon in Fuglau, über einen 4. Gesamtrang freuen kann. Der
Sieg geht an den Ungarn Harsanyi, vor seinem Landsmann Peter Kotan (Ford
Focus) und dem Tschechen Marek Zeman. Mit diesem 4. Platz ist Jürgen
jetzt als Jürgen zur momentanen Situation: „Auch wenn es jetzt ganz gut ausschaut, im Prinzip bin ich mit meinem Audi technisch und leistungsmäßig klar unterlegen. Die guten Platzierungen in den Vorläufen in Greinbach waren zum Beispiel, und da muss ich ganz ehrlich sein, auch darauf zurückzuführen, dass einige meiner Mitkonkurrenten mit technischen Problemen zu kämpfen hatten bzw. ihre Fahrzeuge von der Strecke warfen. Insgesamt macht mir der Sport jedoch mehr Spaß denn je, und ich versuche halt den Fans eine gute Show zu bieten“. Die bescheidene Meinung eines Schreiberlings: Ich glaube, wir sehen derzeit den besten Stoitzner! So, und jetzt natürlich auch noch ein paar Zeilen zu unserem „Teambaby“ Ronnie, der am Rennsonntag seinen 23. Geburtstag feierte (Gratulation nachträglich! Leck mich am Arsch, so jung sollte man noch einmal sein). Unser Filicia-Pilot legte auch bei seinem ersten 2. Antreten eine echte Talentprobe ab. In der zahlenmäßig am stärksten besetzten Division 4 (24 Starter) belegt Ronnie im offiziellen Zeittraining mit dem sicherlich nicht übermotorisierten Skoda den 9. Gesamtrang. Dann ging’s aber ein bisserl drüber und drunter. Im 1. Vorlauf legt sich Ronald mit dem BMW-Piloten Karl Wagner an, kreiselt vorübergehend von der Strecke und wird gesamt 18. in diesem Heat. Im 2. Vorlauf nimmt er die Schikane zu eng, fädelt in der Streckenbegrenzung ein und reißt sich das rechte Vorderrad aus. Zurück in das Fahrerlager geht es dann mit dem Abschleppwagen. Im 3. Vorlauf lässt es Ronnie dann etwas ruhiger angehen und erzielt die 14. Gesamtzeit. Das war’s dann wohl, denkt sich unser Geburtstagskind, stellt
den Skoda ab und wirft sich in die Privatschale. Pustekuchen: Auf Grund
der vielen Starter gibt es auch ein D-Finale. Also den Skoda wieder
starten, den Feuerfesten raufreißen, den Knitterfreien überstülpen
und an den Start fahren – aber flott hat der Veranstalter gemeint.
Noch völlig außer Atem von der vielen Hetzerei gewinnt Ronnie
diesen Lauf und darf sich damit als erster D-Finalsieger in die Geschichtsbücher
des österreichischen Rallycross-Sportes einschreiben. Damit jedoch
noch nicht genug: Als Aufsteiger in das C-Finale geht er vom letzten
Startplatz aus ins Rennen, legt aber einen tollen Start hin, und kann
sich gleich an die 2. Stelle setzen. Er behält diesen Platz auch
bis zum Ende des Im Gedanken wohl bei seinem Geldbörsel berichtet mir Ronnie am Montag nach dem Rennen: „Also die Felicia ist jetzt doch ein bisserl zerknittert. Bei irgend einer Karambolage hat es mir sogar den Kühler ausgerissen, der kugelt jetzt irgendwo im Motorraum herum“. Jürgen mischt sich ein: „Das kommt halt davon, wenn man sich unbedingt mit einem BMW anlegen muss“. Ronnie: „ich hab eh gemerkt, dass ich den nicht derschiebe“. Ha, ha i only can say, hat mein früherer Oberboss bei der Firma Lenz Moser immer gesagt, wenn ihm was getaugt hat.. Und mit diesen Worten möchte ich auch meinen Greinbach-Bericht abschließen. Sonstige Hinweise: Viele Fotos zu diesem Rennen findet Ihr unter: www.johannes-foto.at Das nächste Großereignis findet am 6./7. Juni mit dem Europameisterschaftslauf in Melk statt. Unbedingt ansehen! Das wird die Post abgehen! Jürgen und Ronnie überlegen jetzt noch, wann sie das nächste Mal antreten werden. Fix is noch nix! Wir melden uns, wenn es was Neues gibt. Bis dahin verleibe ich Euer Arnold |
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Bericht
- Fuglau| 4/5. April 2009 |
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Mit Jürgen Stoitzner, Ronald Ley, Ludwig Hofer und Jürgen Hofer waren gleich vier Bärnkopfer Teilnehmer beim Rallycross-Saisonauftakt am 4./5. April 2009 in Fuglau am Start und präsentierten sich von ihrer besten Seite. Aber erst einmal der Reihe nach: 2x Fuglau und 1x Greinbach, so sieht der eher magere Veranstaltungskalender für die heurige Rallycross-Saison in Österreich aus. Natürlich gibt es dann noch die Rennen im Ausland, wobei Sedlcany und Sosnova noch einigermaßen tragbar sind, aber Mariapocs (Ungarn) und Slomczyn (Polen) halt schon halbwegs aus der Welt liegen. In Melk findet heuer ein EM-Lauf statt, womit die ÖM-Veranstaltung ausfällt. Und dass in Fuglau 2x gefahren wird, verdanken wir einzig und allein Roland Firtinger (Herausgeber der Motorzeitschrift „ms-insider“) und Michael Albert. Die beiden „Rallycross-Besessenen“ haben alles in Bewegung gesetzt, um beim Saisonauftakt besten Motorsport zu bieten. Wir Fans und sicherlich auch die Aktiven ziehen den Hut und bedanken uns herzlich. Und R. Firtinger wäre nicht R. Firtinger, wenn er sich nach dem „Legendenrennen“ in Melk mit dem „Generationen-Duell“ in Fuglau nicht wieder etwas Neues hätte einfallen lassen - aber davon später in diesem Bericht. Eine radikale Reglementänderung gibt es seit heuer in der Division 4. Dort sind die „Allradler“ nicht mehr startberechtigt und müssen in die Division 1 ausweichen. Davon betroffen natürlich auch unser Audianer Jürgen, der sein Gefährt über den Winter entsprechend umrüsten, und dem Reglement anpassen musste. Er und Franz Spitaler waren beim Saisonauftakt die einzigen Vertreter der ehemaligen Divison 4, da Jürgen Weiß gerade einen Ford-Focus aufbaut, und heuer wahrscheinlich noch nicht an den Start gehen wird (auch wegen der Doppelbelastung als Mitveranstalter des EM-Lauf in Melk). Die Div.4-Ungarn um Mihaly Toth waren, da kein ungarischer Meisterschaftslauf, nicht in Fuglau – man wird sehen, wie sich die in Zukunft entscheiden. Dann gab es da noch ein paar Neu- und Wiedereinsteiger, wobei wir uns in diesem Bericht besonders unserem Ronald „Ronnie“ Ley widmen werden. Und last but not least muss ich auch noch als amtlich beauftragter „Klimabuchtageführer“ meinen Senf dazu geben: Also der Wettergott dürfte ein Firtinger-Albert-Fan sein, so wie er die Sonne scheinen ließ. Noch 14 Tage vor dem Rennen waren die Schotterpassagen in Fuglau eine einzige Schlammwüste und praktisch unpassierbar, und dann komm ich nach Fuglau und kann meine Gummistiefel im Kofferraum lassen, denn es ist staubtrocken. So, aber jetzt zum Rennbericht und zu unseren 4 Musketieren. Beginnen wir mit Musketier Nr. 1 Jürgen „D’Artagnan“ Stoitzner: Wie bereits erwähnt, wurde der Audi über den Winter dem Reglement der Div.1 angepasst – brauchte einen passenden Air Restrictor, Katalysator sowie div. Sicherheitseinrichtungen wie z.B. eine Feuerlöschanlage. Die Motoreinstellung erfolgte in Deutschland „wobei wir dabei“ – so Jürgen – „eine Menge Liter Benzin verpritschelt haben“. Obwohl der Bolide technisch im Topzustand, zeigt sich Jürgen vor dem Rennen realistisch: „Auch wenn’s hart klingt, aber normalerweise dürfte ich gegen die High-Tec-Bomber von Ramler, Höller oder Zeman keine Chance haben. Wenn überhaupt, dann nur hier in Fuglau, weil das eine reine Fahrerstrecke ist“. Im offiziellen Zeittraining zaubert Jürgen hinter Alois Höller, aber noch vor Peter Ramler, die zweitbeste Zeit auf die Piste. Aber schon in den Vorläufen zeigt sich, dass die aktuellen Division 1-Geräte, wie von Jürgen erwartet, dem Audi leistungsmäßig weit überlegen sind. Besonders der Ramler-Seat geht wie die Sau. Jürgen wird im 1. Vorlauf Dritter (Bestzeit Ramler vor Zeman, Loisl Höller hat Turboprobleme, Jürgen ist mit seiner Reifenwahl nicht zufrieden), im 2. Vorlauf Vierter (hinter Ramler, Höller und Zeman), wie auch im 3. Vorlauf (hinter Höller, Ramler, Zeman). Die übrigen Teilnehmer, auf teils potenten Autos, hat unser Musketier jedoch klar im Griff. Kurzes Stoitzner-Statement in der Mittagspause im Fahrerlager: „Ich fahre auf der letzten Rille, mehr geht wirklich nicht!“. Für das A-Finale ergibt das einen Startplatz in der 2. Reihe neben Ing. Marek Zeman – Peter Ramler und Alois Höller stehen in der 1. Startreihe. Der 1. Startversuch im A-Finale wird abgebrochen, da bei Ramler ein technisches Problem auftritt – also alles noch einmal von vorne. 2. Versuch: Jetzt klappt’s! Ramler geht in Führung, Jürgen zieht die ersten paar Meter voll mit, touchiert kurz Loisl Höller (auf einem Video auf www.rallycross.hu zu sehen), muss diesen als auch Zeman dann aber ziehen lassen, und reiht sich als Vierter ein. Die Ereignisse überschlagen sich jetzt. Ausgangs der Ostkurve rollt der Seat-Ramler mit einem technischen Defekt aus. Jürgen ist dritter, kommt aber am Ende der 1. Runde plötzlich nur als vierter, hinter dem Polen Dviak (Mitsubishi Lancer), bei Start und Ziel vorbei. Jürgen unmittelbar nach dem Rennen: „In der Linkskurve nach dem Bergabstück der Schikane untersteuerte mein Audi derart, dass ich ins tiefe Geläuf kam, und mir der Pole innen durchwischte. Ich dachte zuerst an einen Patschen, glaube aber jetzt, dass die Antriebswelle etwas abgekommen hat“. (Anmerkung meinerseits: Wie mir Jürgen am Montag nach dem Rennen mitteilte, war nicht die Antriebswelle, sondern ein völlig verrückt spielendes Mitteldifferential schuld). Jürgen hat in der Folge Mühe sich Franz Spitaler vom Leib zu halten und belegt schlussendlich den undankbaren 4. Platz. „Schade, der 3. Gesamtrang wäre für mich, nach dem Ausfall Ramlers, heute möglich gewesen, den Polen hatte ich ja den ganzen Tag über im Griff. Trotzdem bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden, mehr ist mit dem technischen unterlegen Audi halt nicht möglich – und Spaß hat’s allemal gemacht“ zeigt sich Jürgen bei der Siegerehrung schon wieder mit einem Lächeln. Und genau so sehen wir Fans das auch!!!!!! Und jetzt zu Musketier Nr. 2 Ronald „Athos“ Ley: Mit dem knapp 23-jährigen HTL-Absolventen und technischen Verkäufer im IT-Bereich sorgte ein Newcomer für Aufsehen, der ebenfalls aus dem „Rallycross-Hot-Spot“ Bärnkopf kommt. Ich habe mit Ronnie eine Woche vor dem Rennen ein bisserl geplaudert und mir den Werdegang des Projektes erzählen lassen. Also die Rohkarrosse des Skoda Felica wurde in Österreich gekauft (ich glaube er hat gesagt irgendwo in Ybbs/Donau). Die Sicherheitszelle wurde im tschechischen Skodawerk eingebaut und auch der Motor stammt aus unserem nördlichen Nachbarland. Laut Verkäufer soll dieser über rund 130 PS verfügen, was Ronnie jedoch ein müdes Lächeln entlockt, denn „es sind mit Sicherheit um einiges weniger“. Das Gewicht liegt bei ca. 790 kg. Aufgebaut wurde der Skoda über die Wintermonate in enger Zusammenarbeit mit Jürgen Stoitzner und Karrosseurmeister Markus Haider. Viele, viele Stunden waren erforderlich um die Felicia rennfertig zu bekommen. Und Ronnie hat in dieser Zeit wahrscheinlich mehr Stunden in der Stoitzner-Garage, als bei Freundin Ingrid verbracht (dafür durfte sie auch bei den ersten Testfahrten in Fuglau am Beifahrersitz Platz nehmen). Apropos Testfahrten: Diese musste Ronnie mit einer defekten Servolenkung vorzeitig abbrechen, das Problem konnte jedoch rechtzeitig vor dem Rennen behoben werden. Soweit also die Vorgeschichte – und nun zum Rennen: Unser Skoda-Pilot geht in der, zahlenmäßig am stärksten besetzten, Division 4 an den Start. Diese Division ist auch in Klasse unterteilt. Ich beschränke mich daher auf Ronnie’s Klasse bis 1600 ccm. Diese dominiert der junge Tscheche Jan Skala, und erzielt sowohl im Training als auch in den Vorläufen die besten Zeiten. Sein Peugeot 205 ist nicht nur laut, sondern geht auch höllisch. Er wird sogar zweiter in der Gesamtwertung der Division 4 hinter dem Sieger Jiri Calda auf einem Peugeot 306. Doch bereits hinter Skala reiht sich, auch für ihn völlig unerwartet, Musketier Ronnie ein. Wie ein alter Routinier spult er seine Runden ab, lässt sich auch durch die eine oder andere Rangelei nicht aus der Ruhe bringen, und zieht damit die Aufmerksamkeit der Fans, der Streckensprecher sowie der arrivierten Fahrer auf sich. Die tolle Leistung in den Vorläufen wird mit einem Startplatz im B-Finale belohnt. Dort gibt 2 Runden später eine Schrecksekunde, als der Pole Tomasz Chodorski mit seinem BMW 318 iS Ronnie in der Kurve nach Start und Ziel von der Strecke schiebt. Ohne hektisch zu werden bringt der seinen Skoda wieder in Fahrtrichtung, nimmt die Verfolgung auf und beendet das B-Finale auf dem ausgezeichnet 2. Platz. In der Gesamtwertung der Division 4 ergibt das den 8. Rang und in der Klasse bis 1600 ccm den, und jetzt bitte auf der Zunge zergehen lassen, 2. GESAMTRANG!!! „Unglaublich, was für ein Tag“ freut sich Ronnie nach dem Rennen, „mein Skoda war sicherlich eines der schwächsten Fahrzeuge im gesamten Teilnehmerfeld, und dass ich jetzt gleich am Podium stehe kann ich eigentlich noch gar nicht richtig realisieren. Danke an meine Freunde Jürgen Stoitzner und Markus Haider für die tatkräftige Mithilfe beim Aufbau des Fahrzeuges. Danke aber auch an meine Freundin Ingrid für das Verständnis, wenn ich wieder einmal viele Stunden in der Stoitzner-Garage verbrachte, und natürlich danke an die Fans, die mich beim Rennen so toll angefeuert haben“. Damit jedoch noch nicht genug der Ehre: Ronnie wird für seine Leistung vom Veranstalter auch als „man of the race“ ausgezeichnet, wobei der Ehrenpokal – und ich lege meine Hand ins Feuer, dass das so nicht ausgemacht war – von der Einkehrstube Wackelstein aus seinem Heimatort Bärnkopf gespendet wurde. Ronnie, der bisher nur ein paar Autoslaloms sowie vor 2 Jahren ein Autocross in Lohn bestritt, wobei der Mazda 323 damals regelrecht zerfallen ist (incl. Fahrersitz), hat eine wirkliche Talentprobe abgelegt, die unseren Applaus verdient. Und jetzt noch ein paar Zeilen zum GENERATIONEN-DUELL: Nach einer Idee von R. Firtinger wurde dieser Bewerb in der Pause zwischen dem 2. und 3. Vorlauf des RX-Rennens durchgeführt. Väter und Söhne traten in gleichwertigen Autos (Volvo 740 vom Rallye Team Triestingtal unter Leitung von Georg Gschwandtner) auf der Superspecial des Nordringes gegeneinander an. Mit dabei bekannte Namen aus allen Sparten des Automobilsportes wie: Rudi Stohl, Herbert Grünstäudl, Dieter Karl Anton, Beppo Harrach, Josef Strobl und natürlich unsere beiden letzten Musketiere an diesem Tag Ludwig „Porthos“ Hofer und Jürgen „Aramis“ Hofer. Leider waren nicht alle Familien komplett, sodass nicht wie angekündigt z.B. Rudi Stohl gegen Manfred Stohl gefahren ist. Und gleich gar nicht erschienen sind Franz und Alexander Wurz. Wurscht: eine Gaudi war’s trotzdem. Ludwig“Wick“ Hofer hatte vor dem Rennen bedenken, ob denn der Volvo eh durch den Tunnel passen würde. Wir haben ihn beruhigt, dass dies sicherlich möglich ist, allerdings nicht „da quer“. Nach einer gelungenen Fahrerpräsentation auf einem LKW wurden die Paarungen dann gestartet. Gefahren wurden zwei Duelle auf vertauschten Bahnen. Ludwig erwischt im 1. Lauf den Volvo mit einem etwas lädierten Getriebe und kommt nicht gleich vom Start weg. So gewinnt Jürgen diesen Heat und ist auch im zweiten Umlauf schneller als der ehemalige Rallycross-Staatsmeister und VW-, Audi-, Golf- und Ford-Treter. Schnellster Mann im Volvo 740 war Josef Strobl vor Beppo Harrach und Jürgen Hofer (der kann jetzt stolz sagen: „Ich hab den Stohl geschlagen“). Nach dem Rennen gab es für alle Teilnehmer ein Buffet im Festzelt und sicherlich viel Benzingespräche unter den „alten Haudegen“. So, dass war jetzt mein überlanger Bericht aus Fuglau (jetzt wisst’s auch, warum ich damit so lange gebraucht habe). Weiter geht es in wenigen Wochen in Greinbach, wo auch Jürgen und Ronnie wieder am Start sein sollten. Aus der Rallycross-Gemeinde Bärnkopf grüßt euchArnold PS: Meine Fotos findet ihr unter www.picasaweb.google.de/Arnoldfotos |
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